Mit einer voll besetzten Bank und jeder Menge Selbstvertrauen empfingen die Damen des HC Annaberg–Buchholz die Mannschaft der SG Nickelhütte Aue.

Nach vorheriger Ansage des Trainergespanns Strasdat klare Auslösehandlungen zu spielen und in der Abwehr konsequent dagegen zu halten, startete das Spitzenspiel. Ein Kuriosum gab es bereits vor der Partie. Die Gäste gewannen die Wahl und zogen den Joker die Seiten zu tauschen. Das hieß also „Sachen packen“ und auf die eigentlich erst zur zweiten Halbzeit gewohnten Hälfte wechseln. Davon unbeeindruckt starteten die Gastgeberinnen in der Abwehr sowie im Angriff gut in die Begegnung. In der Vorwärtsbewegung lief der Ball schnell und flüssig und hinten wurden die Lücken geschlossen. Die Auer Damen wirkten doch etwas konsterniert und griffen zur Option „Manndeckung gegen Lucie Parthova“. Aber auch dies wurde von erneut stark kämpfenden Annabergerinnen mit Bravour gelöst. Mit einer ständigen Führung im Rücken konnten wir bis zum Pausentee auf 13:9 davon ziehen. In der Kabine waren sich alle einig. Weiter so wie bisher, dann ist hier und heute ein Sieg im Bereich des Möglichen. Aber diese Rechnung machten wir wohl ohne die hellwachen Gäste aus Aue. Sie kamen fulminant aus der Kabine und konnten in der 38. Minute zum 14:14 ausgleichen. Im weiteren Verlauf fing sich die Annaberger Sieben wieder etwas und konnte erneut vorlegen. Aber die Gäste gaben nie auf und schlugen erfolgreich zurück. Bedingt durch etliche Zeitstrafen und Siebenmeterpfiffe wurde das Spiel immer hektischer und zerfahrener. Mit einer teilweise doppelten Unterzahl mussten die Gastgeberinnen an ihre letzten Kraftreserven gehen. Die Schlussphase wurde wieder zum echten Handball – Krimi. Nickelhütte Aue legte in der 59. Minute zum 26:25 vor. Es waren noch 70 Sekunden auf der Uhr und das Trainerduo Strasdat nahm eine Auszeit. Es wurde zur Ruhe gemahnt und den wohl letzten Angriff so lange wie möglich auszuspielen. Dies setzten die HCAB – Frauen super um und konnten 8 Sekunden vor Ultimo zum umjubelten 26:26 durch Franziska Dürig ausgleichen. Da Roßwein überraschend in Oederan verlor, konnte Aue mit diesem Remis sogar die Tabellenführung übernehmen. Wir befinden uns nun punktgleich mit Roßwein und einem Minuspunkt hinter Aue auf einem beachtlichen 3. Platz! Aus einer kämpferisch voll überzeugenden Mannschaft muss man unsere Torschützenbeste des heutigen Tages Franziska Dürig (10 Tore) noch herausheben.

Nächste Woche reisen wir gemeinsam mit den Männern nach Chemnitz. Unser Gegner dort, die sich im Mittelfeld befindliche Mannschaft der HSG Rottluff/Lok Chemnitz. Viel Glück und Erfolg dabei!

Zum Spielbericht

   
otte und weber
erzgebirgssparkasse
stadtwerke
reifra
 
gruenteam
lanzenberger
autohaus seifert