Pokalkrimi blieb aus!


Das mit Spannung erwartete Viertelfinalduell wurde zu Beginn der zweiten Hälfte frühzeitig entschieden.

Nachlassende Abwehrarbeit sowie eine hohe Anzahl einfacher technischer Fehler der HCAB-Sieben sind nur ein kleiner Auszug für diese deutliche Niederlage. Nach einer guten Trainingswoche war man eigentlich auf Annaberger Seite frohen Mutes, das Halbfinale erreichen zu können. Wäre man am heutigen Samstagnachmittag erst um 16:08 Uhr in der Silberlandhalle erschienen, hätte man nichts verpasst. Bis zur 8. Minute hieß es nämlich 0:0 und es gab lediglich eine Verwarnung! Danach wurde beiden Teams bewusst, dass man bei diesem Sport auch Tore erzielen kann. Tempo und Bewegung wurde erhöht und somit die Abwehrreihen ausgehebelt. Ausgeglichen ging es bis zur Pause bei ständigem Führungswechsel hin und her (4:3 nach 14 Minuten, 7:8 nach 22 Minuten). Beim Stand von 8:10 bekam der HCAB 30 Sekunden vor der Pausensirene die Möglichkeit nochmal zu verkürzen. Aber anstatt Ruhe in den Angriff zu bringen, brachte ein erneuter technischer Fehler die Chemnitzer wieder in Ballbesitz. Sie schalteten schnell um und kamen mit einem Kontertor vier Sekunden vor dem Pausengong durch die sehr agile S. Grundmann (10 Tore) zum 8:11 Halbzeitstand.

Der Anfang der zweiten Hälfte machte noch einmal Mut und Hoffnung auf eine Wende. Ein schnelles Tor zum 9:11 durch Franziska Dürig und mehrfach die Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Als die Chemnitzerinnen in der 35. Minute ihren 12. Treffer erzielten, kam es aber zu einem Bruch im HCAB-Team. Über die Spielstände 10:15 (39. Minute) und 11:19 (48. Minute) war der Zug in Richtung Halbfinale nun kaum noch erreichbar. Mit diesem Zwischenstand war das Thema praktisch durch. Schuld waren in dieser entscheidenden Phase die weiterhin schlechte Chancenverwertung und viele individuelle Fehler im Spielaufbau. Eine Auszeit wurde genutzt um die Abwehr und die Angriffsformation nochmal neu einzurichten. Mit einer offensiven Deckung sowie schnellen Tempogegenstößen wollten wir uns wenigstens achtbar aus dem Pokal verabschieden. Diese Methoden zeigten nochmal etwas Wirkung bei den jungen Chemnitzerinnen. Jedoch gab es am Erfolg für die Gäste nichts mehr zu rütteln. Am Ende stand ein, auch in dieser Höhe, verdienter 24:17 Sieg für die Gäste an der Anzeigetafel.

Damit scheiden die Annabergerinnen aus dem diesjährigen Pokal aus. Der Fokus richtet sich nun auf den Endspurt in der Bezirksklasse Chemnitz. 14 Punkte sind noch zu vergeben. Mit zurzeit 15:15 Punkten und Platz 8 sollte es nur ein Ziel geben: Die Saison mit einem positiven Punktekonto zu beenden. Der HSG Rottluff/Lok Chemnitz wünschen wir viel Erfolg im weiteren Pokalwettbewerb.

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