Der Saisonauftakt für die Annaberger Verbandsliga-Handballer verlief nicht nach Wunsch und das 15:29 Endresultat war schon eine derbe Klatsche.

Andererseits war der Aufsteiger aus dem Erzgebirge nicht wirklich im Bilde, mit wem er es zu tun hatte. Eine neu formierte Zwenkauer Mannschaft, aufgerüstet mit sieben Neuzugängen, war dem HCAB in fast allen Belangen überlegen. Die Rand-Leipziger verfügten über spielerisches Potential, wo es auch bei Wechseln keinen Abbruch gab, von dem die Annaberger nur träumen können.
Trotzdem gingen die Gastgeber sehr engagiert in die Begegnung. Tore von Hartmann und Wagner brachten zunächst eine 2:1 Führung, doch leider verhinderte eine grottenschlechte Chancenverwertung schon frühzeitig einen gleichwertigen Spielverlauf. Statt 3:1 vorzulegen, vergab man diese Möglichkeit, der Kontrahent konterte, glich aus zum 2:2 und führte nach zehn Minuten mit 4:2. Allerdings steckten die Hausherren den Kopf nicht in den Sand und ärgerten den Favoriten bis zur 20. Minute durch den 7:8 Anschlußtreffer. Der Gästetrainer war sichtlich unzufrieden und nahm eine Auszeit, um seine Truppe neu zu justieren. Wie sich zeigen sollte, hatte er wohl die richtigen Worte gefunden. Zwenkau agierte nun noch bissiger in der Defensive und kam in den Tempogegenstoß, allerdings auch unterstützt von einer doppelten Zeitstrafe gegen den HCAB. Schnell zogen die Gäste auf 12:7 davon, wiederum profitierend von der Abschlußschwäche der Annaberger. Die Germania war einfach viel kaltschnäuziger vor dem HCAB-Gehäuse und der 15:9 Pausenstand war schon eine Art Vorentscheidung.
Auch im zweiten Abschnitt offenbarten Trainer Glowallas Schützlinge große Defizite beim Verwerten der sich durchaus bietenden Möglichkeiten und die spielerische Klasse der Zwenkauer setzte sich durch. Beim 20:10 in der 39. Minute war schon frühzeitig die Entscheidung gefallen. Die Gäste verwalteten den Vorsprung, ohne Bäume ausreisen zu müssen, wobei man den Gastgebern attestieren muss, nie aufgesteckt zu haben. „Zwar muss man die Überlegenheit des Gegners klar anerkennen, der auch ganz andere Mittel zur Verfügung hat, aber eine normale Chancenverwertung hätte die Höhe des Endstandes nicht so ausufern lassen“, war Trainer Glowalla nach dem Abpfiff schon ein wenig enttäuscht. Am Ende wussten die Annaberger, dass schon kleinste Fehler bestraft werden und die herausgespielten Chancen einfach besser genutzt werden müssen. (mwnr)

HCAB: Dietrich, Steiner – Hartmann (2), Meyer (2), Wagner (2/1), Eck (2), Kanzler, Rösch, Weber (1), Breitfeld (2), Sonnemann (3), Blechschmidt, Otto (1), Fritzsch

 

   
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