Von den letzten vier Begegnungen gingen drei verloren und das mit jeweils nur einem Tor Unterschied, Fortuna meint es derzeit nicht gut mit den Verbandsliga-Handballern des HCAB.

So auch am Wochenende, wo man gegen den VfB Blau-Gelb Flöha mit 30:31 mehr als unglücklich verlor. „Es ist zum Verzweifeln, es sind Nuancen die über Sieg und Niederlage entscheiden und jedes Mal sind wir auf der Seite der Gebeutelten“, war Trainer Jörg Glowalla einfach nur ratlos nach dem Schlusspfiff. Dennoch ist unverkennbar, dass die Annaberger ebenbürtig waren, mithalten können und das Glück beim nächsten Spiel eben erzwingen müssen.
Von Beginn an waren die Gastgeber hoch motiviert, fingen die ersten beiden Flöhaer Angriffe ab und legten zum 2:0 vor. Aber auch die Gäste, als eines der offensiv stärksten Teams der Liga ließen nicht lange auf Antwort warten und gingen ihrerseits mit 3:2 in Führung. Die Begegnung war zu diesem Zeitpunkt sehr ausgeglichen, die Führung wechselte hin und her und nach einer Viertelstunde leuchtete ein 8:8 von der Anzeigetafel der Silberlandhalle. In der Folgezeit war das Annaberger Defensivverhalten etwas schläfriger, vor allem individuelle Fehler einiger Akteure begünstigten die starken Aktionen Mann gegen Mann des VfB Flöha. Dieser Umstand drückte sich dann auch in Zahlen aus, die Zschopautaler legten bis zur 26. Minute auf 14:11 vor. Durch zwei Zeitstrafen kurz hintereinander, von denen zumindest Eine merkwürdig war, verbesserte sich die Konstellation nicht unbedingt. Trotzdem schafften es die Hausherren bis zur 29. Minute auf 15:16 zu verkürzen und sogar die Möglichkeit zum Ausgleich war gegeben. Leider war die Aktion nicht zwingend genug und die Gäste schalteten blitzschnell um, Tempogegenstoß zum 17:15 Halbzeitstand.
„Wir sind in der Defensive zu nachlässig, mir fehlt die verbale Verständigung, Flöha kommt zu einfach zu Treffern“, versuchte Trainer Glowalla seine Abwehrleute zu motivieren. Aber die Begegnung blieb auch im zweiten Abschnitt von schnellen Abschlüssen und vielen Tempogegenstößen geprägt. Beide Mannschaften egalisierten sich nahezu, wobei der VfB immer knapp in Führung lag, 23:21 in der 43. Minute. Unverkennbar war allerdings das Bestreben des HCAB, das Spiel noch drehen zu wollen. Mit einem Kraftakt gelang es den Gastgebern tatsächlich bis zur 51. Minute zum 26:26 auszugleichen und beide Teams kämpften nun mit offenem Visier. Vor allem die Einwechslung von Stanley Otto trug Früchte auf der halbrechten Position, wo er insgesamt fünfmal einnetzte. Treffer von Michael Eck und Torsten Meyer bescherten bis zur 54. Minute eine 28:26 Führung und die Erzgebirger schienen auf die Siegerstraße zu geraten. Wiederum brachten zwei Zeitstrafen kurz hintereinander die Bemühungen der Annaberger zum Stehen und den Gästen gelang der 28:28 Ausgleich vier Minuten vor dem Ende. Nun stand die Partie auf Messers Schneide und ausgerechnet Stan Otto, der den HCAB mit seinen Treffern im Spiel hielt, wurde zum tragischen Helden. Zwei klare Möglichkeiten fanden leider nicht ihr Ziel und immer noch befand man sich in Unterzahl. Flöha nutzte diesen Vorteil gnadenlos aus und mit dem Schlusspfiff mussten die Einheimischen über eine 30:31 Niederlage quittieren, einmal mehr stand man nach engagierter Leistung mit leeren Händen da. Leider kam die einseitige Verteilung der Zeitstrafen und Strafwürfe erschwerend hinzu, auch ein Umstand, der sich wie ein roter Faden durch die letzten Begegnungen zog.
„Wir müssen nach vorn blicken, auch in den letzten beiden Begegnungen der 1. Halbserie werden Zähler vergeben“, gibt sich Trainer Jörg Glowalla nach einigem Abstand optimistisch für die noch anstehenden Spiele. (mwnr)

HCAB: Dietrich, Steiner – Meyer (9), Wagner (3/3), Eck (4), Rösch (2), Kanzler (1), Blechschmidt (2), Breitfeld (2), Sonnemann (1), Otto (5), Weber (1), Fritzsch

 

   
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