Gut gespielt, wacker gekämpft, am Ende sind die Verbandsliga-Handballer des HCAB aber mit leeren Händen aus der Messestadt heimgekehrt.

Unglücklich verloren die Annaberger Männer das letzte Spiel der Hinrunde gegen die Oberliga-Reserve der Spielgemeinschaft DHfK Leipzig/NHV Delitzsch mit 27:23.
Zuversichtlich trat der Aufsteiger die weite Fahrt zum Tabellenzweiten nach Leipzig an, man hatte nichts zu verlieren. Leider konnte Legionär Michael Eck nicht aus Bayern anreisen, was natürlich zur klaren Außenseiterrolle ein zusätzliches Handicap war. Trotzdem zeigten die Gäste von Beginn an, dass sie nicht als Punktelieferanten gekommen waren. Nach einer kurzen Abtastphase zeigten sich die Erzgebirger sogar präsenter und führten nach elf Minuten mit 6:4. Mitte der ersten Hälfte schlichen sich einige Unkonzentriertheiten in Form von Fehlwürfen und technischen Fehlern in den Annaberger Angriff, die mit fünf Tempogegenstößen in Folge bestraft wurden. So brachte sich der HCAB selbst ins Hintertreffen und musste zur Pause über einen 14:10 Rückstand quittieren.
„Hier ist noch was zu holen wenn wir unsere Fehlerquote minimieren“, machte Trainer Jörg Glowalla seine Jungs in der Halbzeit wieder munter und er hatte recht. Mit breiten Schultern kehrten die Annaberger auf das Spielfeld zurück und in der 40. Minute war der Rückstand zum 16:16 egalisiert. Die Begegnung war nun völlig offen, doch neuerlich mussten die Gäste voller Entsetzen feststellen, dass sich die Gunst der Referees den Hausherren zuwendete. Völlig überzogenen Zeitstrafen für normale Aktionen von vorn durften so niemals gegen den HCAB gegeben werden. Das machten sich die technisch versierten Gastgeber zunutze und setzen sich auf 21:19 ab. Eine doppelte Zeitstrafe gegen die Erzgebirger in der 54. Minute brachte dann endgültig die Entscheidung. Gegen nur vier Annaberger Akteure nutzten die Messestädter ihre Cleverness und entschieden die Partie.
Den Unparteiischen ging in der zweiten Hälfte jegliche Linie verloren. „Einmal entschied man so, das nächste Mal für dieselbe Szenerie komplett anders“, raufte sich Trainer Jörg Glowalla nach Spielende die Haare. Das Ganze gipfelte dann in den letzten drei Sekunden. Thomas Rösch trieb noch einen letzten Konter nach vorn, kam aus der Drehung und hatte so keine freie Sicht. Als er zum Sprungwurf hochsteigen wollte, kam ein Leipzig Akteure mit voller Wucht entgegen und bekam den Arm von Rösch an den Kopf. Sofort stürmten Leipziger Spieler und Verantwortlichen auf das Spielfeld, unterstellten Absicht und versuchten die Schiedsrichter zu beeinflussen, was auch gelang. Nun meinten die völlig überforderten Referees eine rote Karte mit Bericht verhängen zu müssen. Was allerdings Fakt ist, sie haben weder während der Spielzeit, noch danach eine rote Karte gezeigt und das ist aus Sicht der Annaberger primär relevant! Am Ende eine sehr ärgerliche und unnötige Niederlage, auch beim Tabellenzweiten wäre mehr möglich gewesen. (mwnr)

HCAB: Dietrich, Steiner – Meyer (6), Wagner (6/3), Rösch (2), Kanzler, Richter (3), Blechschmidt, Breitfeld (2/1), Otto (1), Fritzsch (2), Weber (1), Sonnemann

 

   
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