Zum wohl wichtigsten Spiel der Rückrunde mussten die Verbandsliga-Handballer des HCAB zum TuS Leipzig-Mockau reisen.

Mockau, als unmittelbarer Konkurrent gegen den Abstieg, stand absolut unter Zugzwang und war quasi zum Gewinnen verdammt. Bei einem Sieg hätten die Gastgeber den Rückstand zu den Annabergern auf drei Punkte verringern können und bei vier noch ausstehenden Begegnungen wäre rein rechnerisch noch einiges möglich gewesen.
„Kämpft bis zum Umfallen, wir dürfen auf keinen Fall verlieren, ein Zähler ist absolute Pflicht“, versuchte Trainer Jörg Glowalla seinen Männern das Sieger-Gen zu implantieren. Es war nach den beiden unnötigen Heimpleiten zuletzt ohnehin eine schwierige Situation und die durch Witterungsunbilden zweieinhalbstündig dauernde Anreise trug nicht unbedingt dazu bei, die Aufgabe zu erleichtern.
Trotzdem gingen die Gäste von Beginn an engagiert zu Werke und drückten dem Kellerduell ihren Stempel auf. Defensiv offenbarten sich zwar einige Lücken zu viel, aber die Angriffsleistung in der ersten Halbzeit war sehr ansprechend. Bei einer 17:14 Pausenführung wurden die Seiten gewechselt und auch der Start in die zweite Hälfte gelang den Annabergern. Bis zur 38. Minute wurde der Vorsprung beim 19:16 gehalten, dann kam allerdings der Knackpunkt durch eine verhängte Doppelzeitstrafe. Mockau nutzte die Gunst und drehte die Begegnung zum 20:19 in der 41. Minute. Beide Mannschaften kämpften nun auf Augenhöhe und man musste schon zu diesem Zeitpunkt kein Prophet sein, um vorauszusehen, dass das Spiel wohl erst in der Schlussminute entschieden würde. Die Führung wechselte hin und her, in der 49. Minute lagen die Erzgebirger mit 23:21 vorn, in der 55. Minute legten die Gastgeber zum 25:24 vor. So blieb die Szenerie unverändert bis zum Ende, Mockau legte eine Minute vor Ultimo zum 27:26 vor und Markus Weber markierte dreißig Sekunden vor Abpfiff den 27:27 Endstand. Nach dem Spielverlauf wäre zwar ein Sieg möglich gewesen, aber die Annaberger waren mit dem einen Zähler zufrieden und hatten die Vorgaben ihres Trainers erfüllt.
Torsten Meyer mit acht Treffern und Torhüter Hendrik Dietrich mit seinen tollen Paraden waren die Protagonisten auf Annaberger Seite. (mwnr)

HCAB: Dietrich – Meyer (8), Wagner (1), Rösch (8/5), Richter (5), Kanzler, Blechschmidt, Breitfeld (1), Fritzsch, Sonnemann, Weber (2), Otto (2)

   
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