Die Begegnung in der Handball-Verbandsliga zwischen der HSG Freiberg II und Aufsteiger HC Annaberg-Buchholz dürfte von der Dramaturgie kaum noch zu überbieten sein.

Von der 1. Bis zur 58. Minute führten die Gäste aus dem Erzgebirge und hatten alles im Griff.
Als die Partie abgepfiffen wurde waren die Annaberger Akteure am Boden zerstört, denn von der Anzeigetafel leuchtete auf einmal ein 27:26 und man hatte das Spiel auf der Zielgeraden noch aus der Hand gegeben. „Es ist nicht zu fassen, dass wir uns das noch haben nehmen lassen“, war Trainer Jörg Glowalla völlig konsterniert.
Dabei begann alles erfreulich, denn die Annaberger setzen die Maßgaben exakt um. In der Defensive stand man engmaschig und robust, so dass sich die Domstädter Lücken nur schwer erarbeiten konnten. Die eigenen Angriffe wurden zielstrebig und unaufgeregt vorgetragen und nach fünf Minuten führte der HCAB mit 3:1. Allerdings ließ der erste Nackenschlag nicht lange auf sich warten. Bereits in der 10. Minute flog Torsten Meyer durch eine äußerst grenzwertige rote Karte vom Parkett und Trainer Jörg Glowalla musste schon zu diesem frühen Zeitpunkt improvisieren. Überraschenderweise warf das den Aufsteiger aber nicht aus der Bahn, kaum Fehler und gute Chancenverwertung bescherten einen 14:11 Vorsprung zur Pause.
So änderte sich das Szenario auch mit Beginn der zweiten Hälfte nicht. Annaberg erspielte sich weiterhin Chancen, die verwertet werden konnten, 19:14 in der 38. Minute. Zwar ließen sich die Hausherren nicht abschütteln und versuchten das Resultat stetig zu verkürzen, aber auch sechs Minuten vor Ende lagen die Erzgebirger noch mit 26:23 in Front. Eintretender Kräfteverschleiß schlich sich nun in Form von Unkonzentriertheiten in die Annaberger Aktionen. Die Abwehr stand nicht mehr so stark wie noch zu Beginn der zweiten Hälfte und die HSG kam zu einfachen Treffern. In der 57. Minute gelang der Anschlusstreffer zum 25:26, Michael Eck wurde ein klarer Strafwurf verweigert und im Gegenzug glich Freiberg aus. Nun unterliefen auch noch technische Fehler und ein Tempogegenstoß eine Minute vor Ultimo brachte die erste Führung der Gastgeber im gesamten Spiel. Fünf torlose Minuten zum Schluss drehten einen sicher geglaubten Sieg noch ins Gegenteilige und die Freiberger konnten ihr Glück kaum fassen. (mwnr)

HCAB: Dietrich – Meyer, Wagner (3/1), Eck (1), Rösch (4), Richter (6), Kanzler (1), Blechschmidt (4), Breitfeld (4/2), Weber (1), Sonnemann (2), Otto, Fritzsch

 
Vorbericht:



13.10.12 - Verbandsliga Männer: HSG Freiberg II – HCAB

Da die Zeit während zweier Spiele äußerst schnelllebig ist, gilt es die unvermeidbare Niederlage gegen Tabellenführer SV Plauen-Oberlosa geschwind abzuhaken. Selbst bei optimalem Auftreten wäre lediglich ein erträglicheres Endergebnis verbucht worden. So müssen die Verbandsliga-Handballer des HCAB sogleich ein zweites Auswärtsspiel hintereinander in der Ernst-Grube-Halle zu Freiberg absolvieren und wie die Tragik es will, gegen den vorletzten Gegner von Oberlosa. Die Reserve der mitteldeutschen Oberliga Freibergs stellt den nächsten Kontrahenten dar. Mit derselben Tordifferenz, 15:36, strandeten die Akteure der HSG Freiberg II gegen den aktuellen Spitzenreiter ebenso wie die Erzgebirger. Nur sind die Annaberger Handballer wegen Unerfahrenheit und auswärts antretend, trotzdem klarer Außenseiter und werden ihre Tauglichkeit zur derzeitigen Spielklasse unter Beweis stellen müssen.
Unter der Woche wurden die Wunden geleckt und viele taktische Einflüsse bestimmten den Trainingsablauf. Die Spielweise der Domstädter konnte im Vorbereitungsturnier beim Zwönitzer HSV analysiert werden und die Trainingsausrichtung verlief dementsprechend. Was die leidlichen Ausfälle wichtiger Spieler betrifft, soll von nun ab nicht mehr wöchentlich darüber berichtet werden. Der Kader ist zwar nicht gerade üppig, aber die verbleibenden Akteure müssen einfach adäquat einspringen! (mwnr)

Anwurf: 15 Uhr Ernst-Grube-Halle Freiberg

   
otte und weber
erzgebirgssparkasse
stadtwerke
reifra
 
gruenteam
lanzenberger
autohaus seifert