Die Ausgangslage war schwierig. Man musste noch die deutlichen Niederlagen gegen zwei Aufstiegsaspiranten der Verbandsliga verkraften. Im letzten Punktspiel im alten Jahr empfing der HCAB ausgerechnet die Leipziger vom SV Lok. In der vergangenen Saison verlor man beide Spiele, kassierte dabei in eigener Halle eine schmerzhaftes 21:31.

Für den verhinderten Trainer Jörg Glowalla nahm stellvertretend Uwe Eger, der selbst lange Jahre erfolgreich in der Mannschaft gespielt hat, auf der Bank Platz. Markus Weber fehlt nach wie vor verletzt, aber Michael Eck stieß kurzfristig wieder zur Mannschaft. Das Team ging vom Start weg hochmotiviert in die Partie. Vor allem die Abwehr verdiente sich an diesem Abend wieder ihren Namen. Nur der Angriff stockte ein wenig, Chancen wurden vergeben. Die Leipziger behinderten immer wieder das Aufbauspiel, legten ein 0:2 vor. Dann nach acht Minuten das erste Tor für die Annaberger. Von da an lief der Ball, vor allem die Einwechslung von Stanley Otto machte sich bezahlt. Mit klugen Abspielen und Toren zeigte der Linkshänder endlich die Präsenz, die man von ihm erwarten kann. In der Folge setzte man sich auf 8:4 ab. Der Vorsprung wurde sicher bis zur Halbzeit verteidigt. Die Anfangsphase der zweiten Hälfte verschlief man allerdings wieder komplett. Neue Leute beim SV Lok machten Druck, einige Minuten später lagen die Erzgebirger mit 11:12 zurück. Nun wurde es ein zähes Ringen, die Gäste setzten sich zwei Tore ab, die Gastgeber konnten nicht wirklich verkürzen. Die Wende brachte eine Zeitstrafe gegen den SV Lok. Der HCAB nutzte das Überzahlspiel konsequent, Hendrik Dietrich hielt einen Strafwurf, Michael Eck gelang im Konter die 19:18 Führung. Danach konnte man mit zwei schnellen Toren zum 21:18 den Sack zumachen. Die letzten drei Minuten spielt die Annaberger clever herunter. Der Sieger an diesem Abend war die geschlossene Mannschaftleistung. Man kann sich jetzt auf das nächste Wochenende freuen. Denn die Mannschaft empfängt vor hoffentlich zahlreichem Publikum im Achtelfinale des Molten-Pokals den TSV 1862 Radeburg, der in dieser Saison in die Sachsenliga aufgestiegen ist.

HCAB: Dietrich, Steiner -  Eck(3), Rösch(4), Lehnert(1), Breitfeld(2), Meyer (4), Wagner(1), Otto(3), Illig, Fritzsch, Sonnemann(5)

   
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