Mit einer beherzten Leistung sichert sich der HCAB im letzten Spiel des alten Jahres den ersten Punkt in fremder Halle. Und es wäre sogar mehr möglich gewesen, was der Verlauf der Partie nicht unbedingt vermuten ließ.

Personell musste Trainer Jörg Glowalla auf Thomas Rösch und Florian Lehnert verzichten, dafür stieß Michael Schindler dazu, der kurz zuvor noch mit der Zweiten gegen Blau-Weiß Crottendorf gewonnen hatte. „Wir haben Chemnitz beobachtet, die legen immer los wie die Feuerwehr, aber zum Schluss geht ihnen die Luft aus. Also Männer, geduldig spielen, nicht nervös werden!“ gab Chris Sonnemann die Taktik des Tages aus, die sich komplett bewahrheiten sollte. Nur mit der Nervosität war es so eine Sache. Eine Unmenge an vergebenen Chancen, technischen Fehlern und Abwehrfehlern luden die Gastgeber im ersten Durchgang regelrecht zum Tore schießen ein. Einzig der auch an diesem Abend überragende Hendrik Dietrich verhinderte Schlimmeres. So konnten die Annaberger noch bis zum 3:3 mithalten. Aber das half dann auch nichts mehr. Der CHC zog unaufhaltsam auf 12:4 davon und konnte den Vorsprung verteidigen. „Nach dem 16:8 bekamen wir endlich Zugriff auf das Spiel, die vier Tore bis zur Pause haben gut getan.“ resümierte Jörg Glowalla anschließend. Die Abwehr stand wesentlich kompakter, man war aus allen Mannschaftsteilen heraus gefährlich. Das änderte sich im zweiten Abschnitt auch nicht mehr. Der HCAB kam immer besser ins Spiel, Chemnitz baute ab. Allerdings mussten die Erzgebirger bis zum Schluss sechs Zeitstrafen verkraften, wodurch man zwischenzeitlich immer wieder zurück geworfen wurde. Trotz allem kämpfte sich der HCAB Tor für Tor heran, Stefan Herklotz unter anderem mit fünf sicher verwandelten Strafwürfen. In der 52. Minute dann endlich der Ausgleich, 25:25. Stefan Herklotz: „Das war schon turbulent, es ging hin und her, wir legen zwei vor, Chemnitz mit dem Anschluss, wir wieder zwei vor, 27:29. Wäre drin gewesen, wenn wir unsere Dinger am Anfang reingemacht hätten:“ Doch die Gäste handelten sich in den letzten Minuten drei Zeitstrafen ein, mussten bis Ende mit zwei weniger auskommen. Chemnitz nutzte das, ging schließlich mit 30:29 in Führung. Die Annaberger ließen sich nicht beirren, Stanley Otto glich mit sehenswertem Treffer aus. Die letzten Sekunden konnte kein Team mehr für sich nutzen. Am Ende blieb es bei einer leistungsgerechten Punkteteilung, die von den mitgereisten Fans des HCAB ausgiebig gefeiert wurde.

HCAB: Dietrich, Steiner – Schindler, M., Schierig, Breitfeld, Otto (5), Repmann (6), Herklotz (7/5), Lötsch (3), Weber (4), Sonnemann (5)

   
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