Das Aufeinandertreffen zwischen unserer zweiten Männermannschaft und dem Burgstädter HC war das Spitzenspiel des vergangenen Wochenendes.

Und vor allem was den Einsatz der Spieler und die Dramatik des Spiels anbelangt, war es auch eines Spitzenspiels würdig.
Der Start wurde von unserer Mannschaft wieder einmal verschlafen; in dieser Saison brauchen wir im Spiel einfach zu lange um uns zu finden und auf den Gegner einzustellen. Das nutzten auch die Burgstädter, um anfangs davonzuziehen, aber davon lassen wir uns mittlerweile nicht mehr irritieren. Bis Mitte der ersten Halbzeit konnte der Rückstand, der zeitweise vier Tore betrug, egalisiert und in der 27. Minute die erstmalige Führung errungen werden. Allerdings konnten die Burgstädter noch vor der Halbzeit ausgleichen und somit ging es beim Stand von 11:11 in die Kabinen.
Die zweite Halbzeit wurde direkt konzentriert angegangen und somit der häufig auftretende Leistungsabfall kurz nach der Pause verhindert werden. Im weiteren Verlauf konnten wir uns sogar eine leichte Überlegenheit erkämpfen. Liefen wir den Großteil der ersten Halbzeit noch einem Rückstand hinterher, so waren wir es nun, die die Tore vorlegten. Allerdings waren wir auch nicht wirklich in der Lage uns abzusetzen und das Spiel vielleicht sogar vorzeitig zu entscheiden. Die Entscheidung fiel letztendlich in der 57. Minute. Tobias Otto fing einen Ball vom gegnerischen Torhüter ab, spielte gedankenschnell zum am Kreis freistehenden Martin Fritzsch und dieser netzte zum 21:20 ein. Beide Schiedsrichter entschieden auf Tor und die Anzeigetafel zeigte das Ergebnis von 21:20 an, doch als das Spiel mit Anwurf für Burgstädt fortgesetzt werden sollte, stürmte der Mannschaftsverantwortliche und einige Spieler Burgstädts, die sich zu diesem Zeitpunkt auf der Bank befanden, das Feld und bedrängten die Schiedsrichter. Leider ließen sich die Schiedsrichter von den Burgstädtern einschüchtern und nahmen das zuvor gegebene Tor zurück und entschieden auf Freiwurf statt Torabwurf für Burgstädt. Dass sich zu diesem Zeitpunkt weit mehr als sieben Spieler Burgstädts auf dem Feld befanden, obwohl das Spiel nicht unterbrochen wurde, wurde leider auch nicht geahndet. Das war dann auch das letzte Tor beziehungsweise Nicht-Tor des Spiels, denn in den verbleibenden knapp zweieinhalb Minuten war keine der Mannschaften in der Lage einzunetzen.
Auch im Amateursport ist ein solches Verhalten traurig. Sport dient auch dazu Werte zu vermitteln, aber leider hat an diesem Tag unsportliches Verhalten den Vorzug erhalten.
Ob regelkonformes Tor oder nicht ist dabei unerheblich - Schiedsrichter treffen ebenso wie Spieler und Übungsleiter Fehlentscheidungen. Dass ein Unparteiischer dann aber nach einer Fehlentscheidung angegangen und unter Druck gesetzt wird, ist eine Zumutung. (js)

Aufstellung: Reinhold, Schreiter; Otto (1), M. Fritzsch, Schröder, Ch. Fritzsch (6), Schierig, Herklotz (2/4), Sonnemann (5), Schneider (1), Lötsch (1), Leistner

 

   
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